~ Die Preisträger des Fährmanns bis heute ~

1990 Herbert Schüürmann

Herbert Schüürmann hat Ufer verbunden

In jahrelanger, mühevoller Kleinarbeit, mit Korrespondenzen, rund um den Erdball und einer Sorgfalt ohne Gleichen, schuf er eine umfangreichen Sammlung von Bildern, aus dem Emmerich von vor 1944.

So hat er denen, die es noch kennen, viele schöne Stunden der Erinnerung geschenkt; und denen die es nicht gekannt haben, ein Stück Stadtgeschichte erhalten.

 

1991 – Pastor Hugo Rogmans

„Folgt mir nach, ich will Euch zu Menschenfischern machen“

So wie seinerzeit eine moderne Brücke geplant und gebaut wurde, die die trennenden Ufer verbinden und die Menschen einander näher bringen sollte, so sollte auch die neue Kirche im Stadtteil Leegmeer Ausdruck unserer Zeit uns zukunftsweisend sein. So entstand die „Heilig Geist Kirche“; und es waren seine Wünsche und Gedanken, die die Künstler beflügelten. Und die „Heilig Geist Kirche“ wurde zum Fährmann, für alle, die im Schatten ihres Glockenturmes leben.

1992 – Dela Rosendahl

„Man wächst mit seinem Kreuz“

Grenzenloser Optimismus, Entschiedenheit und Tatkraft, Hilfsbereitschaft und Mut, ein Herz, das auf dem rechten Fleck schlägt und ein Mutterwitz, der – wenn er in unserem Emmericher Dialekt gesprochen wird – entwaffnend wirkt und wohltuend fröhlich macht.

Ein Mensch, der für viele eine Brücke, ein Fährmann, bzw. eine Fährfrau, war.

1993 – Ludger Heyming

„Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen“

Dieser Anspruch, des Theaterdirektors in Goethes Faust könnte das Motto unseres Fährmannes Ludger Heyming sein, bei dem die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit fließend sind und sich Beruf und Hobby harmonisch verbinden.

Ihm gelang es, in kürzester zeit, unser Theater zu einer Institution zu machen, die heute aus dem kulturellen Leben, ja aus dem gesellschaftlichen Leben dieser Stadt nicht mehr wegzudenken ist und weit über die Grenzen Emmerichs hinaus bewundert und auch beneidet wird.

1994 – Ursula Romen-Naegel

Man kann ihren Einsatz nicht schildern, man muß ihn erlebt haben – 24 Stunden lang

In unserer Leistungsgesellschaft, in der viele Chancen bestehen, aber auch viele harte Ellbogen rücksichtslos benutzt werden, fallen immer wieder Menschen ganz nach unten, in unser sozialstattliches Netz.

Und diesen, die hilflos stranden, geistig, körperlich, durch Krankheit oder Drogen, diesen vielen in Not widmet unsere Fährfrau Ursula Romen-Naegel ihre Zeit und bisweilen auch ihre Gesundheit. – Sie legt Wert darauf und dankt dafür, dass sie die die Auszeichnung stellvertretend für alle, im caritativen Bereich Tätigen, entgegen genommen hat!

1995 – Jakob Derksen

„Ohne ihn da geht es nicht“

Es würde den Rahmen der Ehrung sprengen, all die vielen Dinge aufzuzählen, wo Hilfe und Aktivitäten zum Wohle der Gemeinschaft geleistet wurden und noch werden – und mitunter war es Kleinst- und Dreckarbeit.

Und so gilt es einen Bürger dieser Stadt zu ehren, dessen Hobby es war und ist, den Mitmenschen zu helfen, denn auf eine weitere Frage nach seinen Hobbys, seinen Passionen, war seine einfach Antwort -im schönen Emmericher Dialekt – „Van alles wat!“ – Ja, alles was so anfällt, aber immer für andere.

1996 – Alex Kortboyer

„Nein, diese Stadt darf nicht sterben“

Den Zustand unserer Stadt, nach dem Luftangriff 1944, kann man kaum beschreiben. Mutlos und verzweifelt waren die Menschen. „Diese Stadt kann man nie wieder aufbauen“.

Doch in diesen Tagen voller Trostlosigkeit fand sich eine Handvoll Männer – hinter denen tapfere Frauen standen – die den Mut hatten, zu sagen, „Nein, diese alte Stadt darf nicht untergehen!“ Unter ihnen, unser Fährmann Alex Kortboyer, Für seinen Mut und seinen Einsatz, aber auch stellvertretend für die zum Teil namenlosen, denen wirr verdanken, dass unsere Stadt dort wieder aufgebaut wurde, wo sie nun steht und immer gestanden hat.

1998 – Hubert Meenen

„Brücken aus der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft“

Seit 1984 ist Hubert Meenen Vorsitzender des Emmericher Geschichtsvereins. Dieser Geschichtsverein veröffentlicht, neben seinen vielen Aktivitäten, Vorträgen, Exkursionen, Ferienseminaren und der Trägerschaft über das Emmericher Rheinmuseum, jährlich noch ein Jahrbuch, für alle Mitglieder.

Durch den Fährmann für Hubert Meenen soll daher auch die Arbeit des Geschichtsvereins und seiner vielen ehrenamtlichen Mitglieder gewürdigt werden.

2000 – Norbert Gies

„Fährmann für den Bürger aus dem Bilderbuch“

Das große Ansehen des Bürgervereins mit seinen vielen vergnüglichen, besinnlichen und festlichen gesellschaftlichen Ereignissen ist in unserer Stadt ganz eng mit dem Namen Norbert Gies verbunden.

Seit 1992 Vorsitzender der Bürgerinitiative „Betuwe so nicht“, Heute vertritt er als Sprecher aller Gruppierungen von Emmerich bis Oberhausen, mit großem Sachverstand, die Interessen der betroffenen Bürger. Kulturell und sozial engagiert und aktiv im Karneval. Durch sein ungewöhnliches Engagement für die Bürger unserer Stadt ist er ein besonders würdiger Preisträger.

2001 – Karl Kaster

„Es kann die Spur von Erdentagen in Emmerich nicht untergehen!“

Für seine Arbeit, sein beispielloses, ehrenamtliches, weit über 40 Jahre dauerndes Engagement im Kolping Bildungswerk, mit den Lehrwerkstätten für Holz, Elektro und Metall in unserer Stadt, gibt es kaum ein passendes Zitat, auf alle Fälle aber den herzlichen Dank der Bürger, für Karl Kaster.

Mit der Verleihung des Fährmann 2001 soll auch die Arbeit des Kolping Bildungswerkes, mit seinen vielen ehrenamtlichen Helfern gewürdigt werden und Anerkennung finden.

2003 – Manfred Schmittkamp

„Es muss von Herzen gehen – was helfen und auf Herzen wirken soll“

Über 40 Jahre aktives Mitglied im Kolpingverein, Vorsitzender des Kolping Bildungswerkes, 10 Jahre im Kuratorium des Willibrord Spitals, Mitglied im St. Martini Kirchenvorstand, Mitglied der St. Antonius Odulphus Gilde, Veranstalter von Seniorenfahrten und Wochenend-Zeltlager für die Jugend; und vieles mehr, verdeckt durch den Nebel der Bescheidenheit.

Bescheidenheit, gepaart mit der Selbstverständlichkeit des Helfens, der Selbstlosigkeit des Handelns. So hat unser Fährmann Manfred Schmittkamp Brücken und Verbindungen geschaffen und die Idee des Fährmanns verwirklicht.

2005 – Hans Franz

„Ein guter Gesang, eine gute Musik waschen den Staub vom Herzen“

Was ist Musik? – Unser Fährmann 2005 hat es für sich klar in vier Worte gefasst, „Musik ist mein Lebenselixir!“ Hans Franz, als Arrangeur, Komponist, Bandleader und Chorleiter hat er sich dementsprechend einen Namen gemacht.

Unendlich vielen hat er geholfen, und wenn es nur ein kleines Karnevals-Liedchen war, das er neu arrangierte, damit es gut über die Rampe kam. Tanzkapelle, Musik Band, Salonorchester und viele Chöre hat er betreut und geleitet. Und das alles für kleines Geld oder, wie wir in Emmerich sagen, „für umsonst“, aber nicht vergebens.

2007 – Regina & Dieter Geukes

„Mein Mann kocht besser, aber ich schwimme schneller“

Regina und Dieter Geukes haben, seit 1990, beim SSV Hellas, Generationen von Kindern das Schwimmen beigebracht und bekamen als Anerkennung für ihre ehrenamtlichen Verdienste den Fährmann 2007 überreicht.

Drei mal in der Woche stehen die beiden in der Schwimmhalle und zeigen Kindern die richtigen Schwimmbewegungen; und Kinder sind unsere Brücke in die Zukunft. Neben der Wichtigkeit des Schwimmenlernens ist aber auch vor allem die Bedeutung der Jugendarbeit ein wichtiges Argument, für die Verleihung des Fährmanns, in diesem Jahr.

2008 – Dieter Vogt

„Bürger für Gottes Lohn…“

Dipl. Ing. Dieter Vogt begleitete federführend, als sachkundiger Bürger, die Interessengemeinschaft Rheinpromenade, bei der Neuerstellung der Rheinpromenade, unter Einbeziehung des Hochwasserschutzes.

Er investierte 15 Jahre ehrenamtliche Arbeit, mit tausenden von Arbeitsstunden und über 600 Arbeitssitzungen, da er wusste, dass für Emmerich der Hochwasserschutz extrem lebens-, ja wenn nicht, sogar überlebenswichtig ist. Es erfüllt die Gesellschaft Bürgerverein Emmerich mit großem Stolz, Dieter Vogt  mit dem Fährmann 2008 auszeichnen zu dürfen.